1960–2000

1973
1973

1977 im Bahn­hof Eber­bach, Baden-Würt­tem­berg. Quelle: Schmitt & Hahn

Pro­be­weise wer­den in man­chen Spei­se­wa­gen Taschen­bü­cher ange­bo­ten. Das stellte sich aber bald als unwirt­schaft­lich her­aus. Ein wich­ti­ger Kun­den­kreis der Bahn­hofs­buch­hand­lun­gen sind Gast­ar­bei­ter. 1973 leben bereits mehr als 2,5 Mil­lio­nen von ihnen in der Bun­des­re­pu­blik. Sie nut­zen das große Ange­bot an inter­na­tio­na­ler Presse auf den Bahn­hö­fen, um Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten aus ihren Hei­mat­län­dern ein­zu­kau­fen. Ihnen ist es mit zu ver­dan­ken, dass die Bahn­hofs­buch­hand­lun­gen eine füh­rende Markt­stel­lung bei fremd­sprach­li­chen Pres­se­er­zeug­nis­sen einnehmen.

1983
1983

Die Zahl der Bahnhofs­buchhändler ist auf 120 Betriebe mit rund 1000 Ver­kaufs­stel­len in 360 Bahn­hö­fen gewach­sen. Auf einer Flä­che von rund 20.000 Qua­drat­me­tern wird in die­sem Jahr bereits ein Umsatz von über 350 Mil­lio­nen Mark erwirtschaftet.

1990
1990

Mit der Deut­schen Ein­heit ver­lor der Post­zei­tungs­ver­trieb der DDR sein Mono­pol im Pres­se­han­del. Quelle: DNV – DER NEUE VERTRIEB

Immer mehr große Ver­lage drän­gen auf den ost­deut­schen Markt. Der DDR-Post­zei­tungs­ver­trieb (PZV), der gerade sein Mono­pol ver­lo­ren hat, grün­det ein eige­nes Unter­neh­men für den Pres­se­ver­trieb: die Post­dienst Ser­vice Gesell­schaft (PSG).

1997
1997

Mit der Deut­schen Ein­heit ver­lor der Post­zei­tungs­ver­trieb der DDR sein Mono­pol im Pres­se­han­del. Quelle: DNV – DER NEUE VERTRIEB

Die Bahn­hofs­buch­hand­lun­gen „Stilke aktu­ell“ wer­den von der Schwei­zer Valora Hol­ding AG (76 Pro­zent) und der Axel Sprin­ger Ver­lag AG (24 Pro­zent) über­nom­men. Der 3,8 Mil­lio­nen Mark teure Bau der 1.500 Qua­drat­me­ter gro­ßen Ver­kaufs­flä­che im Leip­zi­ger Haupt­bahn­hof „Pro­me­na­den“ ist fer­tig: Mehr als 5.000 Presse- und 20.000 Buch­ti­tel bie­tet die PSG in Leip­zig ihren lese­be­geis­ter­ten Kun­den an.

1998
1998

Die Unter­neh­mens­gruppe Dr. Eckert über­nimmt die Post­dienst Ser­vice Gesell­schaft (PSG). Das Unter­neh­men „Bauer Press inter­na­tio­nal“ wird an die aus Frank­reich stam­mende Hachette-Gruppe ver­kauft. Die Geschäfte lau­fen jetzt unter dem Namen „HDS Retail Deutschland“.

Will­kom­men in Mag­de­burg: Die Jah­res­haupt­ver­samm­lung des VDBB fin­det zum ers­ten Mal seit der Wie­der­ver­ei­ni­gung in den neuen Bun­des­län­dern statt.

1999
1999

Die neuen Medien zwin­gen die Buch­händ­ler, ihre Kern­kom­pe­ten­zen kla­rer her­aus­zu­stel­len. Der Ver­band Deut­scher Bahnhofs­buchhändler e. V. reagiert auf den neuen Wett­be­werb und führt eine bun­des­wei­tes Cor­po­rate Iden­tity für seine Mit­glie­der ein. Den Kun­den wird damit signa­li­siert, dass sie unter dem Logo der Bahnhofs­buchhändler kom­pe­tente Ansprech­part­ner rund um Presse und Buch fin­den.
Gleich­zei­tig bie­tet Effekt-Wer­bung am POS neue Kauf­an­reize: Ein LED-Dis­play ver­weist auf ein­zelne Objektgruppen.