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4. November 2019 | Pressemeldungen

Tors­ten Löff­ler, Vor­sit­zen­der des Ver­ban­des Deut­scher Bahnhofs­buchhändler, im Inter­view mit dnv – der neue ver­trieb über aktu­elle wie stra­te­gi­sche Markt­the­men sowie die Agenda der Herbst­ta­gung des Ver­ban­des am 20./21. Novem­ber in Stuttgart.

DNV: Herr Löff­ler, was steht auf der kom­men­den Herbst­ta­gung in Stutt­gart ganz oben auf der Agenda?

TORSTEN LÖFFLER: Wir freuen uns sehr, dass wir Marco Graf­fitti begrü­ßen kön­nen, der uns als Geschäfts­füh­rer des in Grün­dung befind­li­chen neuen Unter­neh­mens Der Medi­en­ver­trieb, dem
Zusam­men­schluss der Ver­triebs­or­gan­sa­tio­nen für den Ein­zel­ver­kauf der Häu­ser Gruner+Jahr/DPV und Bauer, mit dem Stand der Dinge ver­traut machen wird. Ich bin sicher, dass wir eine inter­es­sante Prä­sen­ta­tion und eine ange­regte Dis­kus­sion mit dem Kol­le­gen haben wer­den, da die bei­den betei­lig­ten Häu­ser ja bis­lang durch­aus unter­schied­li­che Ver­triebs­phi­lo­so­phien ver­tra­ten. Ein wei­te­res zen­tra­les Thema der Tagung wird die Frage sein, wie wir uns in Zukunft noch attrak­ti­ver für die Kun­den prä­sen­tie­ren kön­nen. Die Opti­mie­rung des Point of Sale im Sinne von noch mehr Kun­den­nähe ist ja eine immer­wäh­rende Aufgabe…

DNV: Wird Digi­tal Signage dabei eine grö­ßere Rolle spielen?

LÖFFLER: Ja, abso­lut. Viele Kol­le­gen­fir­men set­zen schon seit gerau­mer Zeit erfolg­reich auf Digi­tal Signage… auch zur Zufrie­den­heit der betei­lig­ten Ver­lage und Natio­nal­ver­triebe. Einige mei­ner
Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen sind ein­ge­la­den sich zu über­le­gen, wie noch mehr Ver­kaufs­stel­len in Zukunft von Digi­tal Signage pro­fi­tie­ren kön­nen. Das ist natür­lich mit Inves­ti­tio­nen, sprich Kos­ten, ver­bun­den, doch ich bin sehr opti­mis­tisch, dass wir hier als Ver­band wei­ter vor­an­kom­men wer­den. Für jedes ein­zelne Mit­glied des Ver­ban­des wird die kon­zep­tio­nelle und ope­ra­tive Füh­rung die­ser gemein­sa­men Akti­vi­tät ent­schei­dend sein, ob eine Teil­nahme vor­stell­bar wird.

DNV: Die vom Ver­band in den ver­gan­ge­nen Jah­ren initi­ier­ten Kun­den­be­fra­gun­gen im Bahn­hofs­buch­han­del haben ja ein jeder Bezie­hung posi­ti­ves Bild Ihrer Bran­che zu Tage geför­dert. Wol­len Sie dar­auf auf­bau­end hier im kom­men­den Jahr eine wei­tere Befra­gung durchführen?

LÖFFLER: Ja, ich plä­diere dafür, im Januar /Februar 2020 eine neue Kun­den­be­fra­gung
zu star­ten, da ich einen gro­ßen Mehr­wert darin sehe. Aber end­gül­tig ist über die Fort­füh­rung noch
nicht ent­schie­den. Es stellt sich für jedes Mit­glied die Frage, wel­chen Mehr­wert kann ich aus der Kun­den­be­fra­gung zie­hen, da jeder Bahn­hof andere Rah­men­be­din­gun­gen bie­tet (Fern­ver­kehrs­sta­tion, Umstiegs­bahn­hof oder Regionalbahnhof).

DNV: Mit wel­chen The­men beschäf­ti­gen Sie sich in Ihren Gesprä­chen mit den Verlagen?

LÖFFLER: Natür­lich beherrscht die zum Teil nach wie vor her­aus­for­dende Markt­ent­wick­lung
in unse­ren Kern­sor­ti­men­ten die Agenda. Wir wol­len mit unse­ren Part­nern gern noch inten­si­ver dar­über dis­ku­tie­ren, wie wir in Zukunft die Sor­ti­mente Presse und Buch näher, also kun­den­ori­en­tier­ter, zusam­men­füh­ren kön­nen. Ich denke, dass es hier in der Prä­sen­ta­tion noch große Poten­ziale gibt, die es zu heben gilt und dass die Kun­den eine gemein­same The­men-Prä­sen­ta­tion auch attrak­tiv fin­den. Außer­dem freue ich mich sehr, dass wir mit dem Arbeits­kreis Pres­se­markt Ver­trieb im VDZ einen guten Start in der Dis­kus­sion über das Pres­se­re­gal der Zukunft errei­chen konn­ten, selbst wenn diese Über­le­gun­gen nicht immer eins zu eins auf den Stand­ort Bahn­hof über­trag­bar sind. Für erste Ergeb­nisse ist es jetzt aller­dings noch zu früh.

DNV: Wel­che The­men dis­ku­tie­ren Sie der­zeit mit der Deut­schen Bahn?

LÖFFLER: Neben den ope­ra­ti­ven The­men spre­chen wir inten­siv über die Aus­ge­stal­tung des Ser­viceS­tore-Kon­zepts DB für Bahn­hofs­buch­hand­lun­gen mit Ergän­zungs­sor­ti­ment. Gemein­sa­mes
Ziel ist der Erhalt von Absatz­stel­len, die im Kern­sor­ti­ment Presse und Buch füh­ren, aber soge­nannte Ergän­zungs­sor­ti­mente benö­ti­gen. Dies gilt es in Ein­klang mit den Direkt­be­lie­fe­rungs­kri­te­rien abzu­bil­den, ohne die Kern­kom­pe­tenz zu verlieren.

Die­ses Inter­view ist in DNV – Der Neue Ver­trieb 9/2019 erschie­nen. Die Fra­gen stellte dnv-Chef­re­dak­teur Ralf Deppe. Mehr Infor­ma­tio­nen über das Maga­zin und seine aktu­elle Aus­gabe gibt es unter www.dnv-online.net

Tors­ten Löffler