Lite­ra­tur­bahn­hof zur Frank­fur­ter Buchmesse

20. September 2020 | Aus der Branche

In die­sem Jahr fin­det eine beson­dere Aus­gabe der Frank­fur­ter Buch­messe statt. Zwar ent­fällt die Fach­aus­stel­lung in den Mes­se­hal­len. Trotz Corona-Pan­de­mie soll es in der Main-Metro­pole jedoch viel­fäl­tige kul­tu­relle Ange­bote für Buch­fans geben. Einen Bei­trag dazu leis­tet auch Deutsch­lands ältes­ter Bahnhofs­buchhändler Schmitt & Hahn.

Wegen der Corona-Pan­de­mie fin­det die Frank­fur­ter Buch­messe in die­sem Jahr in ver­än­der­ter Form statt. Die klas­si­sche Messe für inter­na­tio­nale Fach­be­su­cher wurde wegen der gel­ten­den Rei­se­be­schrän­kun­gen und Qua­ran­tä­ne­ver­ord­nun­gen abge­sagt. Für Buch­fans und Lese­be­geis­terte wird es vom 14. bis 18. Okto­ber den­noch viele Ange­bote geben, zum Bei­spiel im Rah­men des Book­fest City.

Der Ver­ein Kul­tur & Bahn e.V., orga­ni­siert seit fast 20 Jah­ren Lesun­gen in Frank­furt. Dazu gehört die Ver­an­stal­tungs­reihe Lite­ra­tur­Lounge. Sie fin­det in der Regel am ers­ten Sonn­tag des Monats im Kul­tur­zen­trum Haus am Dom statt. Im Buch­messe-Monat Okto­ber gibt es zwei Aus­ga­ben – am Sonn­tag vor und nach der Buch­messe. Den Auf­takt bil­det die Lite­ra­tur­Lounge am 11. Okto­ber mit einer Ver­an­stal­tung zum ursprüng­lich für die­ses Jahr als Buch­messe-Gast­land vor­ge­se­he­nen Kanada. Ab 11 Uhr stellt Manuel Men­rath sein Buch Unter dem Nord­licht vor, in dem die Geschichte Kana­das aus der Per­spek­tive sei­ner Urein­woh­ner erzählt wird. Sie berich­ten von ihrem Land, ihrem Leben und von den sozia­len wie see­li­schen Ver­wüs­tun­gen des kul­tu­rel­len Völ­ker­mords. Das Buch ist bei Kie­pen­heuer & Witsch erschienen.

Zur Buch­messe ver­an­stal­tet Kul­tur & Bahn dar­über hin­aus wie­der den Lite­ra­tur­Bahn­hof. An vier Tagen spre­chen Autoren im Stun­den­takt über ihre Bücher. Vom 14. bis 17. Okto­ber, täg­lich von 13 bis 18.15 Uhr zieht der Lite­ra­tur­Bahn­hof ins Haus des Buches – in dem auch der Bör­sen­ver­ein und die Messe Frank­furt zuhause sind. In die­sem Jahr zu Gast sind Autoren wie Olga Grjas­nowa, Jür­gen Hose­mann, Arzu Weit­holz, Laura Licht­blau, Thilo Krause, Andreas Schä­fer, Pierre Jara­wan, Iris Wolf, Jens Stei­ner und Zora del Buono und viele mehr.

Der Abschluss ist am 18. Okto­ber um 11 Uhr wie­der die Lite­ra­tur­Lounge im Haus am Dom. Dort stellt Anne­gret Held ihren drit­ten gro­ßen Wes­ter­wald­ro­man Eine Räu­ber­bal­lade vor, erschie­nen im Eich­born Verlag.

Die Arbeit von Kul­tur & Bahn e.V. wird von ver­schie­de­nen Part­nern unter­stützt. Einer davon ist das aus Hei­del­berg stam­mende und auch in Frank­furt am Main mit Bahn­hofs­buch­hand­lun­gen ver­tre­tene Unter­neh­men Schmitt & Hahn. Die Lesun­gen des Ver­eins Kul­tur & Bahn unter­stützt der Bahnhofs­buchhändler u.a. durch Wer­bung in sei­nen Filia­len. Dar­über hin­aus bestückt und betreut Schmitt & Hahn stets den Bücher­tisch auf den Veranstaltungen.

“Die Phi­lo­so­phie und Ziel­rich­tung unse­res Han­delns hat sich nicht geän­dert. Wir wol­len einem inter­es­sier­ten Publi­kum hoch­wer­tige Kul­tur­ange­bote machen und das umsonst, ohne die Bar­riere von Ein­tritts­prei­sen”, erklärt Armin Nagel, Vor­sit­zen­der des Vor­stan­des von Kultur&Bahn e.V. “Die Kos­ten für die fair zu ent­loh­nen­den Künstler*Innen müs­sen also durch För­de­rer abge­deckt wer­den. Schmitt & Hahn war von Anbe­ginn dabei und stellt mit Fried­rich Hacker den Spre­cher des För­der­krei­ses, dem u.a. die Sparda-Bank Hes­sen als Haupt­spon­sor und die DEVK Direk­tion Hes­sen angehören.”

Für alle Ver­an­stal­tun­gen von Kul­tur & Bahn ist der Ein­tritt frei. Das aus­führ­li­che Pro­gramm gibt es u.a. bei Schmitt & Hahn und auf der Home­page www.kulturundbahn.de. Vor der Corona-Pan­de­mie zähl­ten die Ver­an­stal­tun­gen des Ver­eins zur För­de­rung der (Lese)Kultur meist rund 120 Gäste, manch­mal auch mehr als 200, wie der Vor­sit­zende Armin Nagel berich­tet. Aktu­ell dür­fen sich für die „hybri­den“ und ins Inter­net gestream­ten Ver­an­stal­tun­gen etwa 40 Per­so­nen anmel­den. Die ande­ren kön­nen die zumeist von Mar­tin Maria Schwarz – hr 2 kul­tur – mode­rierte Lesung im Inter­net erleben.