Libri erhöht Trans­port­preise für Buch­lie­fe­run­gen an den Handel

27. Februar 2020 | Aus der Branche

Der Buch­groß­händ­ler Libri führt zum 1. April 2020 ein neues Trans­port­preis-Modell für die Über-Nacht-Belie­fe­rung des Buch­han­dels ein. Neu ist unter ande­rem eine monat­li­che Transportpauschale.

Die Höhe der monat­li­chen Trans­port­pau­schale soll sich nach der Zustell­fre­quenz rich­ten (in der Regel fünf bis sechs Tage pro Woche). Im Bereich Bar­sor­ti­ment stellt der Buch­groß­händ­ler wei­ter­hin Kilo-Preise in Rech­nung, die mit zuneh­men­den Umsät­zen gerin­ger wer­den. Maß­geb­lich ist die soge­nannte Jah­res-Umsatz-Staf­fel. Ver­le­ger­bei­sch­lüsse rech­net Libri zukünf­tig nach einem Pack­stück-Modell ab, wie es von Paket­diens­ten prak­ti­ziert wird. Die Tarife set­zen sich aus einem Fix­be­trag pro Paket und einem Kilo­preis zusammen.

Libri teilt mit, dass man den Trans­port über den Bücher­wa­gen seit des­sen Bestehen sub­ven­tio­niert habe. Die Lücke zwi­schen Trans­port­kos­ten und Trans­port­erlö­sen sei aller­dings immer grö­ßer gewor­den, weil man die stei­gen­den Kos­ten, u.a. für Löhne, Kraft­stoff und Maut, nicht im vol­len Umfang an die Kun­den wei­ter­ge­ge­ben habe. Dar­über hin­aus führe die per­ma­nent zuneh­mende Ver­kehrs­dichte dazu, dass mehr Fah­rer benö­tigt wer­den, um die Bücher pünkt­lich vor Laden­öff­nung an den Buch­han­del aus­zu­lie­fern. Vor die­sem Hin­ter­grund sei die Ein­füh­rung eines auf­wands­be­zo­ge­nes Trans­port­preis­mo­dell not­wen­dig, um die Über-Nacht-Belie­fe­rung durch den Bücher­wa­gen­dienst trag- und zukunfts­fä­hig zu gestalten.