Frank­fur­ter Buch­messe 2020 soll zum geplan­ten Ter­min stattfinden

4. Juni 2020 | Aus der Branche

Lange Zeit sah es so aus, als würde in die­sem Jahr auch die Frank­fur­ter Buch­messe der Corona-Pan­de­mie zum Opfer fal­len. Doch für Buch­bran­che und Bücher­lieb­ha­ber gibt es Hoff­nung. Die Ver­an­stal­ter hal­ten an ihren Plä­nen fest und das ange­passte Mes­se­kon­zept wurde von den zustän­di­gen Behör­den genehmigt.

Der Corona-Pan­de­mie sind in die­sem Jahr viele Events der Buch­bran­che zum Opfer gefal­len. Mit der Leip­zi­ger Buch­messe fiel auch eines der wich­tigs­ten Events für Buch­ver­lage und Autoren, Buch­händ­ler sowie ihre Leser und Kun­den aus. Die Frank­fur­ter Buch­messe soll dage­gen zum geplan­ten Ter­min, vom 14. bis zum 18. Okto­ber statt­fin­den. Mög­lich wird dies durch die mitt­ler­weile erfolg­ten Locke­run­gen der Kon­takt­be­schrän­kun­gen und die Annahme des vor­ge­leg­ten Hygie­nekon­zep­tes durch die zustän­di­gen Behörden.

“In die­sem Jahr  ist wich­ti­ger als je zu vor, die Frank­fur­ter Buch­messe durch­zu­füh­ren”, erklärt Juer­gen Boos, Direk­tor der Frank­fur­ter Buch­messe. Die Buch­messe sei zwar „coro­nabe­dingt eine Son­der­edi­tion“, doch das Ziel, Öffent­lich­keit für Autorin­nen und Autoren, für die Bran­che und für ihre The­men zu schaf­fen, bleibe unver­än­dert wich­tig. „Wir dan­ken dem Minis­ter­prä­si­den­ten des Lan­des Hes­sen, Vol­ker Bouf­fier, dem Wirt­schafts­mi­nis­ter Tarek Al-Wazir, dem Finanz­mi­nis­ter Michael Bod­den­berg sowie dem Ober­bür­ger­meis­ter der Stadt Frank­furt am Main, Peter Feld­mann, für ihre große Unterstützung.“

Geplant ist unter ande­rem, die Zahl der Besu­cher an die belegte Flä­che sowie die dann gel­ten­den Erfor­der­nisse anzu­pas­sen und die Frank­fur­ter Buch­messe gene­rell räum­lich zu ent­zer­ren. Stände und Gang­flä­chen sol­len groß­zü­gi­ger geplant, Groß­büh­nen durch vir­tu­elle Ange­bote oder dezen­trale Ver­an­stal­tun­gen ersetzt wer­den. Um Büch­er­fans welt­weit über die Neu­erschei­nun­gen des Bücher­herbs­tes 2020 zu infor­mie­ren, soll die Frank­fur­ter Buch­messe eine Woche lang auch vir­tu­ell statt­fin­den. Das soll mit­hilfe eines soge­nann­ten BOOK­FEST-Zen­trum gesche­hen, von wel­chem aus die Frank­fur­ter Buch­messe und ihre Medi­en­part­ner Neu­erschei­nun­gen und Autor*innen vor­stel­len. An Kon­zep­tion und Umset­zung des neuen Ver­an­stal­tungs­kon­zep­tes waren nach Anga­ben der Ver­an­stal­ter die Ver­lags­gruppe Ran­dom House, die deut­schen Bon­nier Ver­lage, die Holtz­brinck Buch­ver­lage sowie die Ver­lags­gruppe Bas­tei Lübbe beteiligt.

Auch bei den Fach­be­su­chern sol­len neue digi­tale Tools und Ser­vices zur Anwen­dung kom­men, wie die Messe Frank­furt und der Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels ankündigen.

„Die Frank­fur­ter Buch­messe ist ein Teil der DNA die­ser Stadt und auch eine Ikone der Mes­se­wirt­schaft“, sagt Uwe Behm, Geschäfts­füh­rer der Messe Frank­furt. „Wir freuen uns sehr dar­über, dass sich die Bran­che für eine Buch­messe 2020 ent­schie­den hat und damit ein sehr posi­ti­ves wirt­schaft­li­ches Signal sen­det. Dabei haben – wie dies bei der Messe Frank­furt stets der Fall ist – die Sicher­heit und Gesund­heit aller Teil­neh­mer höchste Prio­ri­tät. Wir haben aus­ge­feilte Maß­nah­men hin­sicht­lich Abstands­re­geln, Besu­cher­füh­rung und Hygiene erar­bei­tet, und wer­den das Kon­zept den aktu­el­len Erkennt­nis­sen und Anfor­de­run­gen anpassen.“

Mehr Infor­ma­tio­nen unter https://www.buchmesse.de/

Foto: Fer­nando Baptista/ Frank­fur­ter Buchmesse