Chronik

Eine Branche im Wandel: Wir nehmen Sie mit auf eine Zeitreise durch das vergangene Jahrhundert. 

1973

Probeweise werden in manchen Speisewagen Taschenbücher angeboten. Das stellte sich aber bald als unwirtschaftlich heraus. Ein wichtiger Kundenkreis der Bahnhofsbuchhandlungen sind Gastarbeiter. 1973 leben bereits mehr als 2,5 Millionen von ihnen in der Bundesrepublik. Sie nutzen das große Angebot an internationaler Presse auf den Bahnhöfen, um Zeitungen und Zeitschriften aus ihren Heimatländern einzukaufen. Ihnen ist es mit zu verdanken, dass die Bahnhofsbuchhandlungen eine führende Marktstellung bei fremdsprachlichen Presseerzeugnissen einnehmen.

1983

Die Zahl der Bahnhofsbuchhändler ist auf 120 Betriebe mit rund 1000 Verkaufsstellen in 360 Bahnhöfen gewachsen. Auf einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern wird in diesem Jahr bereits ein Umsatz von über 350 Millionen Mark erwirtschaftet.

1990

Immer mehr große Verlage drängen auf den ostdeutschen Markt. Der DDR-Postzeitungsvertrieb (PZV), der gerade sein Monopol verloren hat, gründet ein eigenes Unternehmen für den Pressevertrieb: die Postdienst Service Gesellschaft (PSG).

1997

Die Bahnhofsbuchhandlungen „Stilke aktuell“ werden von der Schweizer Valora Holding AG (76 Prozent) und der Axel Springer Verlag AG (24 Prozent) übernommen. Der 3,8 Millionen Mark teure Bau der 1.500 Quadratmeter großen Verkaufsfläche im Leipziger Hauptbahnhof „Promenaden“ ist fertig: Mehr als 5.000 Presse- und 20.000 Buchtitel bietet die PSG in Leipzig ihren lesebegeisterten Kunden an.

1998

Die Unternehmensgruppe Dr. Eckert übernimmt die Postdienst Service Gesellschaft (PSG). Das Unternehmen „Bauer Press international“ wird an die aus Frankreich stammende Hachette-Gruppe verkauft. Die Geschäfte laufen jetzt unter dem Namen „HDS Retail Deutschland“.

Willkommen in Magdeburg: Die Jahreshauptversammlung des VDBB findet zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung in den neuen Bundesländern statt.

1999

Die neuen Medien zwingen die Buchhändler, ihre Kernkompetenzen klarer herauszustellen. Der Verband Deutscher Bahnhofsbuchhändler e. V. reagiert auf den neuen Wettbewerb und führt eine bundesweites Corporate Identity für seine Mitglieder ein. Den Kunden wird damit signalisiert, dass sie unter dem Logo der Bahnhofsbuchhändler kompetente Ansprechpartner rund um Presse und Buch finden.

Gleichzeitig bietet Effekt-Werbung am POS neue Kaufanreize: Ein LED-Display verweist auf einzelne Objektgruppen.