Chronik

Eine Branche im Wandel: Wir nehmen Sie mit auf eine Zeitreise durch das vergangene Jahrhundert. 

1914

Anfang 1914 bewegt das Thema Monopolisierung die Mitglieder des Verbandes Deutscher Bahnhofsbuchhändler. Die Firma J. Bettenhausen übernimmt mit einem Pachtvertrag zusätzlich die Verkaufsstellen der Firma Carl Schmitt und wächst damit auf die „bedrohliche“ Größe von 182 Bahnhofsbuchhandlungen. Man befürchtet, dass einzelne Buchhändler aus der Stadt kaum noch eine Chance haben, eine Bahnhofsbuchhandlung zu pachten.

Am 1. August beginnt der Erste Weltkrieg – neue Sorgen und Probleme halten die Menschen in Deutschland in Atem. Der Streit um die Gewerbeordnung verliert an Bedeutung.

1919

Die Bahnhofsbuchhändler mobilisieren ihre Kräfte, und die erlittenen Verluste und Schäden werden nach und nach behoben.

1922

Neue Sorgen plagen die Bahnhofsbuchhändler: Die Reichsbahndirektion verkündet, dass zukünftig die Pacht für Bahnhofsbuchhandlungen nach Prozenten vom Umsatz erhoben wird.

1927

Durch Verhandlungen zwischen den preußischen Ministern und der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahngesellschaft werden die „Richtlinien für die Behandlung der Bahnhofswirtschaften und der Bahnhofsverkaufsstellen“ festgelegt. Damit bleiben zwar die Nebenbetriebe von der Gewerbeordnung entbunden, aber ihre Freiheiten werden an vielen anderen Punkten eingeschränkt.